Neuigkeit

Fruchtfolgeflächen

Die Stadt erwirbt Rechte an einer Ackerbaufläche in Adlikon.

Der Bundesrat hat aufgrund der Erhebungen der Kantone im Jahr 1992 den Sachplan für Fruchtfolgeflächen erlassen und den Kantonen jeweils den zu sichernden Mindestumfang zugeteilt. Als Fruchtfolgefläche gilt das für die landwirtschaftliche Nutzung besonders gut geeignete, ackerfähige Kulturland. Der Sachplan bezwecktden Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen generell und die Ernährungssicherung im Krisenfall im Besonderen. Werden Fruchtfolgeflächen für die Erstellung von Bauten und Anlagen beansprucht, müssen sie in gleicherMenge innerhalb des Kantons Zürich kompensiert werden.

Mit dem Neubau der Versickerungsanlage Schoren gehen rund 6'300 m2 Fruchtfolgeflächen verloren. DieserVerlust ist demnach in geeigneter Form zu kompensieren. Der grösste Anteil, nämlich knapp 4'800 m2, wirddurch die Rekultivierung des alten, bestehenden Versickerungsbeckens wieder kompensiert. Somit entstehtdurch das städtische Bauvorhaben ein effektiver Verlust von insgesamt 1'500 m2.

An geeignete Kompensationsrechte zu gelangen, erweist sich im Kanton Zürich als schwierig - solche Vorhabensind meist nur durch eigene Aufwertungsprojekte realisierbar. Die Abteilung Tiefbau hat zusammen mitdem für die bodenkundliche Baubegleitung der neuen Versickerungsanlage Schoren beauftragten Umweltbüroeine geeignete Ackerbaufläche in Adlikon bei Andelfingen gefunden, bei welcher die Kompensationsrechteerworben werden können.

Nebst der für das Versickerungsbecken Schoren notwendigen Kompensationsflächen war es möglich, amgleichen Standort eine Fruchtfolge-Vorratsfläche von 2'809 m2 zu erwerben. Das Recht an dieser Fruchtfolgeflächekann später von der Stadt für andere Fruchtfolgefläche zehrenden Vorhaben beansprucht werden. Fürden vorrätigen Kauf der Kompensationsrechte bewilligt der Stadtrat einen Kredit von 76'000 Franken.

Kontakt: praesidiales@ilef.ch