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Leitartikel des Stadtrates

Stadtrat Samuel Wüst zum Begriff "Bürgerlich"

DER „BÜRGERLICHE“ STADTRAT FÜR ALLE BÜRGERINNEN UND BÜRGER

Erst kürzlich ging eine politische Anfrage ein, in der der „bürgerliche“ Stadtrat zu einem Thema Antworten liefern soll.

Den Begriff „bürgerlich“ fand ich dabei etwas fragwürdig. Steckt da eine niederschwellige Botschaft dahinter, dass der Stadtrat nicht im Interesse der Bürgerinnen und Bürger seine Entscheide fällt? Oder ist es nur eine
politische Floskel, wenn einem der Entscheid des Stadtrates nicht gefällt?

Der Begriff „bürgerlich“ wird gemäss Wikipedia oft als Kampfbegriff und in Abgrenzung zur politischen Linken gebraucht. Diese Verwendung ist aber umstritten, da in einer Demokratie alle Mitglieder der Gesellschaft
„Bürger“ sind, unabhängig von ihrer politischen Einstellung oder sozialen Herkunft.

Als Stadtrat ist es meiner Meinung nach wichtig, dass bei den vielen Entscheidungen, die wir treffen dürfen, das Wohl aller Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund steht. Dass nicht alle immer ganz zufrieden sind, dürfte
eigentlich klar sein. Es braucht manchmal eine Bevorzugung einer Interessensgruppe; dabei ist es wichtig, dass nicht eine Interessensgruppe über die Jahrzehnte einseitig bevorzugt wird. Die Entscheidungen fallen
deshalb einmal mehr sozial, einmal mehr ökologisch, einmal mehr wirtschaftlich, einmal mehr familienfreundlich und so weiter aus. Wichtig dabei ist immer, dass die Entscheidung für unsere Stadt gut ist.

Bei der erwähnten Anfrage dürfte das „bürgerlich“ als Kampfansage zu verstehen sein. Der Stadtrat hat vermutlich nicht so entschieden, wie das eine Einzelperson gerne gehabt hätte. Für mich ist natürlich klar, dass der Stadtrat einen optimalen Entscheid gefällt hat – für unsere Bürgerinnen und Bürger.

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Kontakt: praesidiales@ilef.ch