Leitbild

1. Lehren und Lernen

  • In der Schule Illnau werden verschiedenste Unterrichtsformen eingesetzt.
  • Wir pflegen innerhalb der Schule gemeinschaftsbildende Anlässe.
  • Unsere Jahresplanung bestimmt die gemeinsamen Meilensteine.
  • Wir führen Projekte durch. Wir nehmen die Lernenden in ihrer Individualität ernst.
  • Wir fördern die Lern- und Leistungsbereitschaft der Lernenden und vermitteln Lerntechniken.
  • Förderorientierte Lernbeurteilungen sind Bestandteil unserer Schulkultur.

2. Lebensraum Schule

  • Wir setzen uns ein für eine Schule ohne physische, psychische oder verbale Gewalt.
  • Eine positive Atmosphäre (Kritikkultur, Humor) prägt das Klima.
  • Wir pflegen eine offene Gesprächskultur.
  • Wir tragen Sorge zu den öffentlichen und persönlichen Ressourcen.
  • Konflikte haben Platz und wir gehen sie lösungsorientiert an.

3. Kooperationen

  • Wir nehmen die Anliegen der Schülerinnen und Schüler ernst.
  • Schule und Eltern(vertretung) arbeiten zusammen.
  • Wir unterstützen die Lernenden bei ihrer Laufbahn.

 

 

Beurteilung Primarstufe

Fördernde und faire Schülerinnen- und Schülerbeurteilung

Die Häufigkeit und Qualität des Feedbacks, welches Schülerinnen und Schüler auf ihr Lernen erhalten, zählt zu den wichtigsten Faktoren schulischer Förderung. Wir leben, den berufsfachlichen Standards auch in diesem Bereich der Schulqualität nach.

1. Transparenz
Wir schaffen in der Klasse gute Klarheit darüber, worauf es bei Beurteilungen ankommt: „Was ist mindestens gefordert? Was ist noch genügend, was exzellent?“ Wir fördern die Kinder darin, zunehmend auch eigene Gütemassstäbe zu entwickeln und anzustreben.

2. Aussagekräftige Beurteilung
Wir bemühen uns darum, Beurteilungssituationen gestützt auf die Lehrplanziele aussagekräftig anzulegen: mit mittlerem Schwierigkeitsgrad und mit guter inhaltlicher Aussagekraft. Es wird also tatsächlich die Fähigkeit beurteilt, um die es gemäss Lernziel geht.

3. Abgeglichene Lernkontrollen
Lernkontrollen orientieren sich - soweit wie möglich - auch an klassenübergreifend abgestützten Massstäben (Abgleichung durch gemeinsame Kontrollen, Referenztests, Absprachen, Gegenlesen von Prüfungsaufgaben, Cockpit u.ä.).

4. Feedback
Wir bemühen uns darum, das Feedback innert nützlicher Frist und in differenzierter Weise zu geben. Die „Korrekturen“ geben ausreichende Hinweise auf die Art der Fehler und vorzunehmende Verbesserungen. Wir bemühen uns darum, die Rückmeldungen - mündlich oder schriftlich - sachlich, wertschätzend, konstruktiv und ermutigend (aber ohne Beschönigungen) abzufassen.

5. Beurteilung und Lernfortschritt reflektieren
Die Lernenden werden stufengemäss darin gefördert, Rückmeldungen zu ihren Lernzielen und -fortschritten einzuordnen.

6. Objektivität und Subjektivität
Die Beurteilenden sind sich der immer bestehenden Gefahren von Verfälschungen der Wahrnehmung und Urteilsbildung bewusst. Sie kontrollieren sich diesbezüglich und holen ab und zu Feedback zu ihrer Beurteilungspraxis ein.

7. Informieren der künftigen Lehrperson
Bei Schnittstellen werden die nötigen Informationen über Leistungsstände, Lern- und Arbeitsverhalten sowie besondere Umstände der Kinder weitergegeben. Die Weitergabe der Informationen wird bei Kindern mit besonderen Bedürfnissen vertieft vorgenommen.

Man muss sich bewusst sein, dass die Leistungs- bzw. Verhaltensbeurteilung von Schülerinnen und Schülern eine Aufgabe voller Zwickmühlen ist. Manchmal gelingt es beim besten Willen nicht, alle Ansprüche unter einen Hut zu bringen. Die heutigen Arbeitsbedingungen lassen es nicht zu, alle Ideale einzulösen.

Trotzdem: Lehrende, Lernende und Eltern können sich darauf verlassen, dass wir uns bei Beurteilungen an den beschriebenen Grundsätzen orientieren.

Beurteilung Kindergartenstufe

Lernfördernde und faire Beurteilung im Kindergarten Illnau

Der Leitfaden „Beurteilung und Schullaufbahnentscheide“ des Volksschulamts ZH enthält Grundsätzliches, das für den Kindergarten als Aufgabe wichtig ist.

Arbeits- und Lernverhalten, Sozialverhalten
Nebst den fachspezifischen Leistungen eines Kindes (was weiss es, was kann es) ist für zukünftigen Lernerfolg, für Schullaufbahnentscheide auch wichtig, wie ein Kind arbeitet, wie es lernt und wie es sich mit anderen Kindern in kleineren oder grösseren Lerngruppen verhält: Arbeitet es zielstrebig, sorgfältig, zuverlässig? Lernt es Neues, Unbekanntes rasch, zeigt es Ausdauer? Wie schätzt es sein eigenes Lernen ein? Akzeptiert es die Regeln des schulischen Arbeitens und Lernens? Wie begegnet es Mitschülerinnen, Mitschülern und Lehrpersonen?

Begabungen, Neigungen, Entwicklungsstand
Es liegt auf der Hand, dass für Schullaufbahnentscheide Begabungen und Neigungen eines Kindes wichtig und daher auch Teil einer Gesamtbeurteilung sind. Einen musikalisch begabten, für Zeichnen und Malen aber überhaupt keine Neigungen an den Tag legenden Jugendlichen wird man nicht auf einen Weg zur Hochschule für Gestaltung und Kunst schicken wollen. Für die Freude am Lernen sind Lernerfolge ausserordentlich wichtig. Daher müssen Begabungen, Neigungen, müssen das Potenzial, die Stärken eines Kindes erkannt und gefördert werden.
Dies ist weitaus Erfolg versprechender als ständiges Insistieren auf Defiziten. Womit nicht gesagt sei, dass man ungeliebte Lerngegenstände einfach links liegen lassen könne. Der Biss in saure Äpfel lässt sich nicht immer vermeiden!
Nebst den Begabungen und Neigungen gilt es auch, den Entwicklungsstand eines Kindes zu berücksichtigen. Kinder entwickeln sich unterschiedlich rasch, und das Entwicklungstempo ist nicht konstant; so spricht man denn zu Recht von Entwicklungsschüben. Lernen erträgt keine Hetze. Forcieren im Sinne übertriebener Ansprüche wirkt demotivierend. Lernziele sollten, auch wenn es grosser Anstrengung bedarf, eben doch erreichbar sein.
So nehmen denn die Lernziele und die Gesamtbeurteilung individuell auf den Entwicklungsstand eines Kindes Rücksicht.

Besondere pädagogische Bedürfnisse
Ein besonderes pädagogisches Bedürfnis besteht, wenn eine Schülerin oder ein Schüler schulischer Förderung bedarf, welche im Regelkindergarten allein nicht erbracht werden kann.
Besondere pädagogische Bedürfnisse entstehen insbesondere aufgrund von ausgeprägter Begabung, Leistungsschwäche, des Erlernens von Deutsch als Zweitsprache, auffälliger Verhaltensweisen oder Behinderungen.
Sonderpädagogische Massnahmen unterstützen einerseits das Kind in seinem Lernen und seiner Entwicklung und andererseits die Lehrpersonen in der Gestaltung eines Unterrichts, der den besonderen Bedürfnissen entspricht.

Ansprüche an die Beurteilungspraxis im Kindergarten

  1. Kindergartenkinder und –Eltern haben ein Anrecht auf die Mitteilung von Wahrnehmungen und Beurteilungen. Die Mitteilungen erfolgen ohne Beschönigung, transparent, illustriert durch Beispiele, wohlwollend-aufbauend mit Hinweisen auf besondere Förderhilfen durch die Eltern.
  2. Die Kinder werden schrittweise sowohl an die Selbst-  als auch an die Fremdbeurteilung herangeführt. Sie lernen, sich zunehmend realistisch einzuschätzen in ihren Selbst-, Sach- und Sozialkompetenzen.
  3. Die Kinder werden stufengemäss mit den ab Primarschule geltenden Ansprüchen und den Bereichen Lern- und Arbeitsverhalten und Sozialverhalten vertraut gemacht und erhalten dazu Rückmeldungen. Auffälligkeiten in diesen Bereichen werden auch im Elterngespräch mitgeteilt.
  4. Wir erkennen Zeichen manifester Sonderbegabungen und Lern- bzw. Verhaltensschwierigkeiten, überprüfen sie oder führen sie näheren Abklärungen (z.B durch Beizug von Fachpersonen) zu. Wir teilen unsere Wahrnehmungen im Elterngespräch mit (ev. Verbunden mit Empfehlungen).
  5. Wir teilen beim Übergang in die Primarschule unsere Wahrnehmungen in den Bereichen Selbst-, sozial- und Sachkompetenz den abnehmenden Primarlehrpersonen mit.
    Wir nehmen Rückmeldungen dazu von Seiten der Primarlehrpersonen entgegen.