Naturschutzgebiete

Rund 1.4 % der Fläche Illnau-Effretikons steht unter Naturschutz. In diesen Gebieten muss die Bewirtschaftung ganz auf die Bedürfnisse der spezialisierten Pflanzen und Tiere ausgerichtet sein, die dort leben. Dafür bezahlt der Kanton Beiträge an die Bewirtschafter – meistens lokale Bauern.

Am bedeutendsten sind die beiden Feuchtgebiete Wildert und Oermis, welche beide wegen ihrer ausserordentlichen Vielfalt an Pflanzen und Tieren sogar von nationaler Bedeutung sind. Sie sind nach der letzten Eiszeit vor 12’000 Jahren entstanden, als sie zunächst als Seen in der Landschaft zurückblieben. Mit der Zeit verlandeten sie und wurden so zu Moorgebieten. Die heutigen Seen entstanden durch den Abbau von Torf, der vor allem im 2. Weltkrieg als Brennmaterial verwendet wurde. Wildert und Oermis sind heute weit gehend im Besitz von Pro Natura Zürich und durch attraktive Wege erschlossen.

Durch die Eingemeindung von Kyburg sind fünf weitere kantonal geschützte Gebiete dazu gekommen:

  • Riedwiesen und Stauweiher Talmaz, welche oberster Teil des Weges „Industriegeschichte und Natur im Kempttal“ sind,
  • Hinterbergried, Richtung Tagelswangen in der Nähe der Autobahn, welches dank Lärmschutzwänden wenig belärmt wird und wo Ruhebänke zum Verweilen einladen,
  • zwei Riede am Hang Richtung First, die wie Perlen im Wald liegen und seitlich von den Forststrassen aus genossen werden können (keine Wege in den Gebieten),
  • an der Grenze zu Fehraltorf liegt versteckt und unvermutet die ehemalige Kiesgrube „Bogen“, die heute besonders für Frösche und (harmlose) Wildbienen und andere Insekten ein Eldorado ist,
  • das wunderschön und ruhig gelegene Waldried Zehntenholz mit dem sogenannten Entenweiher,
  • die Hangriede Chueweid zwischen Weisslingen und Kollbrunn,
  • der Grundwassertümple Weiheracher, der die seltenen Gelbbauchunken und Geburtshelferkröten beherbergt,
  • die Magerwiese Rostel, die an der Strasse von Kollbrunn nach Brünggen liegt,
  • die steile Schlosshalde mit dem lichten, trockenen Wald, in dem zahlreiche seltene Pflanzen wachsen.
Oermis