Neuigkeit

Petition für Tempo 30-Zonen

Umsetzung in Kyburg - kein Tempo 30 in Ettenhusen und Billikon

Anfangs Februar 2019 übermittelten Timothy Frehner, Kyburg, und rund 240 mitunterzeichnende Personen dem Stadtrat eine Petition. Sie gaben darin ihrem Begehren Ausdruck, verkehrsberuhigende Massnahmen innerhalb der Ortschaften Kyburg, Ettenhusen und Billikon einzuführen. In der Zwischenzeit wurden zu den Sachverhalten Abklärungen bei den zuständigen kantonalen Stellen getroffen und entsprechende Verkehrsgutachten eingeholt. Die für die Bewilligung zuständige Verkehrstechnische Abteilung der Kantonspolizei Zürich gab für die Einrichtung einer Tempo-30-Zone bei der Allmendstrasse und den Gemeindestrassen innerhalb des Kyburger Dorfkerns grünes Licht. Die Stadt kann somit die nächsten Schritte zur Umsetzung einleiten. Innerhalb des Kyburger Dorfes soll Tempo 30 signalisiert, allerdings auf das Anbringen von Bodenmarkierungen und zusätzlichen baulichen Massnahmen verzichtet werden. Im Rahmen eines Testbetriebes bei der Allmendstrasse wurden versuchsweise fahrbahnverengende Elemente gesetzt. Der Stadtrat hat nun entschieden, diese Massnahme beizubehalten. Bei der Allmendstrasse werden die Rechtsvortritte markiert. Signalisationen und Markierungen werden angebracht, sobald die notwendigen Verfügungen erlassen und deren Rechtsmittelfristen ungenutzt verstrichen sind. Die Kantonspolizei wird nach ungefähr einem Jahr des Betriebes die Wirksamkeit überprüfen.

Die Verkehrstechnische Abteilung des Kantons Zürich hat dem Stadtrat zudem mitgeteilt, dass sie die Einführung von Tempo-30-Zonen sowohl in Ettenhusen als auch in Billikon ablehnt. Die Voraussetzungen und Kriterien, um solche Zonen an Kantonsstrassen einzurichten, seien dort nicht erfüllt. Die Errichtung eines sogenannten «Trapezes» in Ettenhusen stellt nach Auffassung des kantonalen Amtes für Verkehr eher eine Unfallgefahr dar, anstatt eine solche zu verringern. Es lehnt diese Massnahme daher ab. Der Stadtrat wird sich jedoch dafür einsetzen, dass im Rahmen einer zukünftigen Strassensanierung die Bushaltestelle analog jener in Ettenhusen zu einer sogenannten «Kap-Bushaltestelle» umgestaltet wird. Dabei wird die Fahrbahn auf eine Spur beschränkt, was eine verkehrsberuhigende Wirkung entfaltet.

Der Stadtrat bedauert, dass dem Anliegen der Petitionäre nicht in vollem Masse Rechnung getragen werden kann, wertet das Erreichte aber dennoch als Erfolg.

ZUM BESCHLUSS DES STADTRATES
SRB-Nr. 2021-49

 

Kontakt: praesidiales@ilef.ch