Neuigkeit

Sozialberatung in Illnau-Effretikon

Irene Tschann berät seit 1. Dezember 2020 Personen in schwierigen Lebenslagen

Die neu geschaffene Stelle «Sozialberatung» steht allen Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt zur Verfügung. Sie soll präventiv wirken, so dass weniger Personen in eine finanzielle Notlage geraten und Personen mit sozialen Problemen rasch und unkompliziert Beratung und Unterstützung erhalten. Der Stadtrat erhofft sich als Folge tiefere Kosten in der Sozialhilfe und im Erwachsenenschutz.

Im Schwerpunktprogramm zur Amtsdauer 2018 – 2022 hat sich der Stadtrat unter anderem das Ziel gesetzt, dass Personen in Notlagen über ein adäquates Beratungsangebot verfügen. Aufgrund dieser Zielsetzung hat die Abteilung Gesellschaft das bestehende Beratungsangebot analysiert und kam zum Schluss, dass im Be­reich der «persönlichen Hilfe» im Sinne des Sozialhilfegesetzes seit einigen Jahren eine Versorgungslücke be­steht, welche geschlossen werden sollte.

Der Stadtrat beobachtet mit Besorgnis die Zunahme der zivilrechtlichen Massnahmen im Erwachsenen- und Kindeschutz in Illnau-Effretikon und im Bezirk Pfäffikon. Eine der Ursachen für diese Entwicklung ist das weit­gehende Fehlen von vorgelagerten Hilfs- und Beratungsangeboten für die Bevölkerung in Illnau- Effretikon und im Bezirk. Die Administrativkosten für die Fallbearbeitung bei der KESB und beim Sozialdienst wiegen wegen den aufwändigen Formvorschriften viel höher als die Administrativkosten im Rahmen der persönlichen Hilfe.

Neue Stelle «Sozialberatung»

Aus diesen Gründen schuf der Stadtrat im letzten Frühling die neue Stelle «Sozialberatung». Am 1. Dezember 2020 hat Irene Tschann, Sozialarbeiterin, die bereits seit 2012 bei der Stadt arbeitet, die neu gegründete Stelle übernommen. Ihre Beratung steht allen Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt Illnau-Effretikon kostenlos zur Verfügung.

Die Beratung umfasst insbesondere die Themen persönliche und finanzielle Notlagen, Arbeitsplatz- und Sozial­versicherungsfragen, Wohnen, Gesundheit und Einkommensverwaltung. Bei Bedarf werden Hilfesuchende an spezialisierte Fachinstitutionen vermittelt.

Der Stadtrat geht davon aus, dass die anfallenden höheren Personalkosten der Stadt durch Einsparungen beim Kostenanteil an den Zweckverband Soziales Bezirk Pfäffikon und bei der Sozialhilfe aufgefangen werden kön­nen. Eine erstmalige Zielüberprüfung erfolgt Ende 2021.

Flyer Sozialberatung

Kontakt: gesellschaft@ilef.ch