Arealentwicklung Bahnhof Ost

Am 3. Dezember 2015 hat der Stadtrat den Masterplan „Arealentwicklung Bahnhof Ost“ festgesetzt.

Der städtebauliche Entwurf schlägt homogene Stadtkörper vor, die ruhig eingebettet zwischen den topographischen Hochpunkten, dem Gleisfeld und den angrenzenden Bestandsbauten liegen. Es wird ein urbaner Stadtteil mit spannungsvollen öffentlichen Strassenräumen und Plätzen, halböffentlichen Quergassen und privaten Innenräumen entwickelt. Die Stadtstruktur wird mit einer Randbebauung und mit dem Muster der Blockrandbebauung gebildet. Das Gebiet ist in die fünf Baufelder A – E gegliedert. Die maximale Baumassenziffer beträgt 6.5 m3/m2 und die Nutzungsverteilung sieht über den gesamten Perimeter einen Mix von 50 % Wohnen und 50 % Gewerbe, Dienstleistung, etc. vor. In den Baufeldern A – D ist ein Nutzungsmix von 70 % Wohnen und 30 % Nicht-Wohnen vorgegeben. In Baufeld E, entlang den Bahngleisen, ist eine Nutzung von 10 % Wohnen und 90 % Nicht-Wohnen vorgesehen.

Neben den konzeptionellen städtebaulichen Vorgaben zu den Bebauungen, Freiräumen, Verkehrserschliessungen und Nutzungen werden im Masterplan weitere Rahmenbedingungen zur Qualitätssicherung definiert sowie Anwendungsprinzipien und Gestaltungsbeispiele aufgezeigt. Gesamthaft dient der Masterplan als übergeordnetes Leitbild für die Erarbeitung von Richtprojekten für die einzelnen Baufelder sowie als Grundgerüst für die konkreten Inhalte der darauf aufbauenden, rechtsverbindlichen Gestaltungspläne.

Bericht zum Masterplan Arealentwicklung Bahnhof Ost

Masterplan

FREIRAUMKONZEPT

Im Gebiet Masterplan Bahnhof Ost werden verschiedene private Gestaltungspläne erarbeitet. Bereits bei der Festsetzung des Masterplanes hat der Stadtrat die Absicht formuliert, für denselben Perimeter ein übergeordnetes Freiraumkonzept entwickeln zu lassen. In verschiedenen Arbeitsschritten wurden durch das Team der S2L Landschaftsarchitekten und der Urban Equipe, beide aus Zürich, zusammen mit einem Begleitgremium das Gebiet analysiert, die Bedürfnisse erörtert und schlussendlich auf Basis von verschiedenen Ansätzen das Freiraumkonzept erstellt. Dieses wurde vom Stadtrat am 22. August 2019 festgesetzt und für die weiteren Planungen als verbindlich erklärt.

Das Freiraumkonzept folgt der Leitidee, dass über eine einheitliche Gestaltung der Strassen- und Gassenräume ein identitätsvoller Quartiercharakter geschaffen wird. Die Strassen- und Gassenräume bilden zusammen ein Quartiernetz, welches als zusammengehöriger und verbindender Quartierfreiraum wahrgenommen wird. Dieses Quartiernetz soll möglichst durchgrünt sein. Soweit wie möglich werden die Strassen mit Bäumen und einer einheitlichen Untervegetation durchzogen, um einen wohnlichen Charakter zu erreichen und gleichzeitig den ökologischen Ansprüchen wie Stadtklima, Biodiversität, Wasserhaushalt etc. gerecht zu werden.

Die Rütlistrasse wird das neue Rückgrat des Quartiers. Sie übernimmt als eine Art langgezogener Quartierplatz eine zentrale Funktion im Freiraumgefüge des Quartiers und gewährleistet die übergeordnete Verbindung zum Moosburgareal, dem Hackenberg und dem Kirchenhügel Rebbuck. Das künftige Verkehrsregime auf der Rütlistrasse ist noch zu vertiefen und festzulegen.

Bei den Innenhöfen wird auf eine gute Durchlässig- und Zugänglichkeit geachtet. Zudem soll die Grundausstattung in den Strassen und auf den Plätzen aus der gleichen Produktelinie stammen.

Weiter geprüft werden die Möglichkeiten, im Baufeld C, welches mehrheitlich im Grundeigentum der Stadt steht, eine partizipative Quartierentwicklung anhand von Testnutzungen in Gang zu setzen. Die Erkenntnisse aus diesen Testnutzungen können anschliessend in die städtebaulichen Entscheidungen für das Baufeld C einfliessen.

Freiraumkonzept