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Neubau Feuerwehr- und Werkgebäude: Arbeiten kommen plangemäss voran.

9. Februar 2026
Aktuell wird beim Betonrohbau die Trage-Konstruktion eingebaut - sie und andere Gebäudebestandteile sind unter anderem aus einheimischem Holz gefertigt.

Die Illnau-Effretiker Stimmberechtigten haben im März 2024 mit einem deutlichen Ja-Stimmen-Anteil von 79.1 % dem im Gebiet Eselriet, Effretikon, geplanten Neubau des Feuerwehr- und Werkgebäudes zugestimmt. Sie genehmigten dafür eine Ausgabe von beinahe 30 Millionen Franken.

Am 8. Mai 2025 fand im Beisein der politischen Vertretung, den Architekten und Baubeteiligten die Grundsteinlegung statt – zwischenzeitlich sind die Gebäudeumrisse der Hochbaute deutlich erkennbar, die schieren Dimensionen werden nun plastisch: Die neue 41 Meter breite Infrastruktur erstreckt sich mit über 115 Meter Länge entlang der neuen Eselrietstrasse.

«Die Bauarbeiten sind auf Kurs, so dass der im ersten Quartal 2027 geplante Bezug wohl voraussichtlich pünktlich erfolgen kann», zeigt sich Reto Mosimann, städtischer Projektleiter, zuversichtlich.

EINHEIMISCHES HOLZ

Traten bislang vor allem Betonguss-Elemente in Erscheinung, werden diese nun Schritt für Schritt durch andere Baumaterialien ergänzt. Von Beginn weg formulierte die Stadt Anforderungen an die Bauökologie; Teil davon war auch das politisch diskutierte Postulat, möglichst einheimisches Holz für den Bau einzusetzen. Dazu arbeiten die Stadt und die in Illnau beheimatete ZürichHolz AG im Rahmen einer einzigartigen Kooperation zusammen.

Die ZürichHolz AG besorgte und koordinierte im Auftrag der Stadt mit allen beteiligten Akteurinnen und Akteuren die Ausschreibung, Beschaffung, die Fällung, die Transporte und die Verarbeitung aller Holzbestandteile, so dass diese nun in den vergangenen Wochen bereits eingebaut werden konnten. «Dieses Projekt erfüllt uns mit besonderem Stolz», sind sich Corina Amedieck und Philipp Binder, zuständig bei ZürichHolz AG einig. «Wir dürfen einen wichtigen Beitrag für diese zentrale Infrastruktur leisten – gemeinsam mit der Stadt sorgen wir dafür, dass das Holz ‘zu Hause’ bleibt».

Rund 5'700 Stämme von Fichten und Buchen, zur Verfügung gestellt von 52 ortsansässigen Waldbesitzenden, werden künftig in die Tragkonstruktion und die Fassade des Gebäudes eingearbeitet. Eng beteiligt an der Fällung war auch der städtische Forstbetrieb. «Unter den Bäumen waren auch solche, die mein Vorgänger nach dem Jahrhundertereignis von Sturmtief ‘Lothar’ noch gesetzt hatte», erklärt Sebastian Wittwer, Leiter Forstbetrieb, mit andächtiger Stimme, als er die Stämme vor dem Säge- und Leimwerk gestapelt aufeinander liegen sieht. «Für mich auch etwas ein emotionaler Moment».

Holzfällung und -verarbeitung


ALLES UNTER EINEM DACH!

Der neue Standort wird die heute teilweise dezentral untergebrachten Versorgungseinrichtungen von Feuerwehr, Zivilschutz, Unterhaltsbetrieb, Forstbetrieb, Umwelt und Naturschutz, Wasserversorgung und Entsorgung unter einem Dach vereinen.

Im von den Jung-Architekten David Bühler und Reto Streit konzipierten Gebäude wird zudem ein Stützpunkt des Rettungsdienstes stationiert, auch der Samariterverein wird seine Aktivitäten im neuen Gebäude koordinieren.

«Die punktgenauen Daten zum Betriebsstart, beispielsweise der neuen Hauptsammelstelle, können zum heutigen Zeitpunkt noch nicht datumsgenau bestimmt werden. Ich bin froh, verlaufen die Arbeiten bislang ohne Zwischenfälle und danke allen, die bei Schnee, Regen, Wind und Wetter dafür sorgen, dass wir dieses Bauwerk nächstes Jahr einweihen dürfen», zieht Stadträtin Rosmarie Quadranti, Ressort Hochbau, ein Zwischenfazit. «Die neue Infrastruktur wird der Bevölkerung, aber auch den Dienstleistenden, einen grossen Mehrwert bieten.»

Anlieferung und Einbau der Holzträger

 

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