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Wärmeverbund Eselriet, Effretikon

8. Oktober 2026
Die Stadt strebt eine Contracting-Lösung für die zukünftige Wärmeversorgung an.

Der Stadtrat hat die bisher verfolgte Strategie für den Ersatz des Wärmeverbunds Eselriet, Effretikon, neu beurteilt. Statt eines Eigenbaus und Eigenbetriebs soll die zukünftige Wärmeversorgung im Gebiet Eselriet im Rahmen eines technologieoffenen Contracting-Verfahrens ausgeschrieben werden. Dafür bewilligt der Stadtrat einen Kredit von 50'000 Franken.

Der bestehende Wärmeverbund Eselriet versorgt unter anderem das Sportzentrum, die Schulanlage Eselriet sowie weitere angeschlossene Gebäude mit Wärme. Die Anlage hat das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht und muss ersetzt werden. Zudem steigt der Wärmebedarf im Gebiet aufgrund des neuen Feuerwehr- und Werkgebäudes sowie der Erweiterung der Schulanlage Eselriet.

Im Jahr 2023 hatte der Stadtrat beschlossen, die zukünftige Wärmeversorgung im Eigenbau und Eigenbetrieb weiterzuverfolgen. Für die Projektierung bewilligte das Stadtparlament im Herbst 2023 einen Kredit von 500'000 Franken. Die mittlerweile abgeschlossene Projektierung bis zur Bauprojektphase zeigt jedoch, dass sich die Rahmenbedingungen wesentlich verändert haben. Die Investitionskosten für den Ersatz des Wärmeverbunds und die damit verbundenen Anlagen werden heute auf rund 8 Millionen Franken geschätzt. Damit liegen sie deutlich über den ursprünglichen Annahmen von rund 4,7 Millionen Franken. Hauptgründe für die unerwartet hohen Kosten sind die vollständig fossilfreie Auslegung des Systems, höhere technische Anforderungen sowie zusätzliche Bau- und Erschliessungsmassnahmen.

Die vertiefte Analyse kommt zum Schluss, dass die geplante Eigenbaulösung neben erheblichen Investitionen auch hohe betriebliche Anforderungen mit sich bringt. Das komplexe System erfordert spezialisiertes Fachwissen und zusätzliche personelle Ressourcen, welche die Stadt nicht bereitstellen kann, beziehungsweise deren Aufbau für den Betrieb einer einzelnen Anlage nicht verhältnismässig wäre.

Vor diesem Hintergrund wird nun im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung geprüft, ob spezialisierte Contracting-Anbieter eine wirtschaftlichere und zugleich nachhaltige Lösung anbieten können. Dabei sollen verschiedene technische Konzepte und Modelle Abdeckung von Spitzenlasten evaluiert werden.

Unverändert im Fokus steht das Ziel, für das Gebiet Eselriet eine sichere, zuverlässige und möglichst klimafreundliche Wärmeversorgung sicherzustellen. Die Stadt legt dabei weiterhin grossen Wert auf die optimale Abstimmung von Wärme- und Kälteversorgung beim Sportzentrum. Entsprechende Anforderungen sollen in der Ausschreibung ausdrücklich verankert und vertraglich abgesichert werden.

Für die fachliche Begleitung der Ausschreibung wird die Enastra AG beigezogen. Sie unterstützt die Stadt bei der Ausarbeitung der Ausschreibungsunterlagen, der Evaluation der Angebote sowie bei den Vertragsverhandlungen.

ZUM BESCHLUSS DES STADTRATES
SRB-Nr. 2026-209