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2026 Afrika

2026 legt die Vergabekommission ihr Augenmerk auf Projekte von Hilfswerken, die in verschiedenen Ländern Afrikas wertvolle Unterstützungsarbeit leisten.

Die Stadt Illnau-Effretikon und die ortsansässigen Institutionen der Evangelisch-reformierten Kirche, der Römisch-katholischen Kirche St. Martin sowie des Vereins «solidarbasar» legen Ihnen ans Herz, den im Folgenden beschriebenen Projekten eine private Spende zukommen zu lassen.
Wir danken Ihnen im Voraus herzlich dafür.

 

SPENDENKONTO
Gemeinsames Entwicklungshilfsprojekt Illnau-Effretikon, 8307 Effretikon

PC: 84-4212-3
IBAN: CH67 0900 0000 8400 4212 3

 

Projekt 1

NIGERIA
KINDER- UND GEBURTKLINIK IN ENUGU
www.enuguunion.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

enugu 2

 

Die Enugu State Union of Switzerland ist ein gemeinnütziger Verein der Diaspora-Gemeinschaft aus dem nigerianischen Bundesstaat Enugu. Seit vielen Jahren engagiert sie sich für Entwicklungsprojekte in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Gemeinschaftsförderung. Ziel ist es, die Lebensbedingungen in strukturschwachen Regionen zu verbessern und den Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung nachhaltig zu stärken.

Das langfristig angelegte Projekt zum Aufbau einer Pädiatrie- und Geburtsklinik begann bereits 2016 mit dem Erwerb von Land. Ursprünglich war ein zweistöckiges Gebäude geplant, das jedoch aufgrund erheblich gestiegener Baukosten 2023 in ein kosteneffizientes Bungalow-Modell überführt wurde. Die Bauarbeiten sind weit fortgeschritten: Das Dach wurde fertiggestellt, und derzeit erfolgen Verputzarbeiten, der Einbau von Türen und Fenstern sowie elektrische und sanitäre Installationen. Das Gebäude soll nach Fertigstellung mit medizinischen Geräten ausgestattet werden.

Die Klinik soll Müttern und Kindern in der Region direkten Zugang zu sicherer Geburtshilfe, pädiatrischer Betreuung und präventiven Angeboten ermöglichen – in einem Gebiet, in dem die Müttersterblichkeit mit 1'252 Todesfällen pro 100'000 Lebendgeburten zu den höchsten weltweit zählt. Sollte die Finanzierung für die vollständige Ausrüstung verzögert erfolgen, wird das Gebäude bereits zuvor für regelmässige Gesundheitsaktionen genutzt, darunter Vorsorgeuntersuchungen, Diabetes- und Blutdruckscreenings, Medikamentenabgaben sowie Gesundheitsaufklärung. Solche Einsätze wurden bereits erfolgreich in Kooperation mit lokalen Partnerorganisationen durchgeführt und zeigen den hohen Bedarf an leicht zugänglicher Basisgesundheitsversorgung

Das Projekt stärkt die medizinische Grundversorgung in Enugu nachhaltig und leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz der verletzlichsten Bevölkerungsgruppen: Schwangere Frauen, Neugeborene und Kinder.

Unterstützungssumme:
Fr. 30'000.-

 

 

PROJEKT 2

ÄTHIOPIEN
WÄLDER AUFFORSTEN FÜR MENSCHEN UND UMWELT
www.greenethiopia.orgExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

green ethiopia

 

Die Stiftung Green Ethiopia arbeitet seit vielen Jahren mit lokalen Bauern-, Frauen- und Jugendgruppen in ländlichen Regionen Äthiopiens zusammen, um die Ernährungs- und Lebenssituation der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern. Im Zentrum ihrer Tätigkeit stehen Aufforstungsprojekte, die darauf ausgerichtet sind, degradierte Landschaften zu regenerieren und die natürlichen Ressourcen langfristig wiederherzustellen. Die Stiftung setzt dabei auf Hilfe zur Selbsthilfe, indem sie lokale Gemeinschaften in Planung, Umsetzung und Pflege der Aufforstungsflächen einbindet.

Einheimische Mischwälder bilden die Grundlage des Ansatzes. Sie verbessern die Bodenqualität, reduzieren Erosion und tragen dazu bei, das lokale Klima zu stabilisieren. Durch ihre Fähigkeit, Regenwasser aufzunehmen und zu speichern, leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Wassersituation in den betroffenen Gebieten. Steigende Grundwasserspiegel und wiederkehrende Wasserläufe ermöglichen es den Gemeinden, Wasser gezielt für den landwirtschaftlichen Anbau einzusetzen.

Auf dieser Basis entstehen Anschlussprojekte, die direkt der Ernährungssicherheit dienen. Bauern-, Frauen- und Jugendgruppen nutzen das verfügbare Wasser zur Bewässerung von Gemüsefeldern und zur Pflanzung von Fruchtbäumen. Dies führt zu einer vielfältigeren, stabileren Ernährung der Familien und schafft zusätzliche Einkommensmöglichkeiten. Gleichzeitig verbessern sich die Widerstandsfähigkeit gegenüber klimatischen Schwankungen und die Perspektiven für die ländliche Bevölkerung.

Die Arbeit der Stiftung zeigt, wie ökologische Wiederaufforstung und landwirtschaftliche Entwicklung miteinander verknüpft werden können. Durch die Kombination aus Waldaufbau, Wassernutzung und lokalen Kooperationsstrukturen entsteht ein integrierter Ansatz, der den Gemeinden hilft, ihre Lebensgrundlagen dauerhaft zu stärken und ihre Zukunft selbstbestimmt zu gestalten.

Unterstützungssumme:
Fr. 30'000.-

 

 

PROJEKT 3

UGANDA
EIN ZUHAUSE FÜR STRASSENKINDER IN SOROTI
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cari africa

 

CARI Africa ist eine nicht gewinnorientierte, konfessionsfreie und unpolitische Organisation, die sich in Soroti, Uganda, für die Unterstützung und Reintegration von Strassenkindern einsetzt. Gemeinsam mit dem Schweizer Förderverein verfolgt die Initiative das Ziel, Kindern, die in prekären Lebenssituationen aufwachsen, Zugang zu Schutz, Bildung und stabilen sozialen Strukturen zu ermöglichen. Die Arbeit umfasst sowohl rehabilitative Angebote als auch präventive Massnahmen, die Familien stärken und Kindern ein Leben fern der Strasse ermöglichen sollen.

Im Zentrum des Projektes steht ein Zuhause für Strassenkinder, das ihnen eine sichere Umgebung sowie grundlegende Versorgung bietet. Viele der betroffenen Kinder leben unter Bedingungen, die ihre physische und psychische Entwicklung gefährden. Das Zentrum schafft einen verlässlichen Ort, an dem sie zur Ruhe kommen, betreut werden und eine konstante Tagesstruktur erhalten. Ergänzend dazu werden Eltern und Fürsorgeberechtigte geschult, um langfristige Veränderungen in den familiären Verhältnissen zu unterstützen und weiteren Kindheiten auf der Strasse vorzubeugen.

Neben Unterkunft und Betreuung spielt Bildung eine zentrale Rolle. Die Kinder erhalten Zugang zu Schule, Lernförderung und berufsvorbereitenden Angeboten. Ziel ist es, ihnen Perspektiven zu eröffnen, die ein selbstständiges und sozial integriertes Leben ermöglichen. Das Projekt legt Wert darauf, die individuellen Grenzen und Bedürfnisse der Kinder zu respektieren und ihnen schrittweise Stabilität zu vermitteln.

CARI Africa verbindet dadurch sozialpädagogische Betreuung, Bildungsförderung und Familienarbeit zu einem umfassenden Ansatz, der die Lebenssituation benachteiligter Kinder in Soroti nachhaltig verbessert.

Unterstützungssumme:
Fr. 30'000.-

 

 

PROJEKT 4

KENIA
MIT NEUEM WISSEN ZU ERTRAGREICHEREN FELDER
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vivamos

 

Vivamos engagiert sich im Westen Kenias für die Förderung nachhaltiger Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und die Stärkung lokaler Gemeinschaften. Im Sub-Landkreis Lurambi im Kakamega County unterstützt die Organisation Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, deren Lebensgrundlagen durch Klimawandel, Bodendegradation und begrenzte Einkommensmöglichkeiten zunehmend gefährdet sind. Die Region gehört zu den am dichtesten besiedelten Gebieten Kenias, ein grosser Teil der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze.

Viele bäuerliche Familien bewirtschaften sehr kleine Parzellen, die durch langjährige intensive Nutzung, unter anderem durch Zuckerrohranbau, ausgelaugt sind. Häufige Extremwetterereignisse, Schädlingsbefall sowie der Einsatz teurer chemischer Betriebsmittel führen regelmässig zu Ernteverlusten und belasten Böden und Wasserressourcen zusätzlich. Fehlendes Wissen über nachhaltige Anbaumethoden und begrenzte Alternativen verstärken die wirtschaftliche Unsicherheit der Haushalte.

Das Projekt unterstützt 120 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern dabei, agrarökologische Anbaumethoden einzuführen und die Bodengesundheit gezielt zu verbessern. In lokalen Gruppen wird praxisnahes Wissen zu Themen wie Bodenverbesserung, Erosionsschutz, Wassermanagement, biologischer Schädlingsbekämpfung und Saatgutproduktion vermittelt. Vertrauenspersonen aus den Gemeinden werden als landwirtschaftliche Beraterinnen ausgebildet, um das Wissen langfristig weiterzugeben und lokal zu verankern.

Ergänzend werden die Teilnehmenden für eine vielfältige und ausgewogene Ernährung sensibilisiert, damit sie ihren Anbau stärker auf nährstoffreiche Kulturen ausrichten können. Zudem fördert das Projekt einkommensschaffende Aktivitäten, etwa durch Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Produkte, bessere Marktorientierung und gemeinschaftliches Sparen. Ein lokal aufgebautes Beratungssystem erleichtert auch über die Projektlaufzeit hinaus den Zugang zu agrarökologischer Unterstützung.

Durch die Verbindung von nachhaltiger Landwirtschaft, Einkommensförderung und lokaler Wissensverankerung trägt das Projekt dazu bei, die Ernährungssicherheit der Familien zu verbessern, ihre Resilienz gegenüber dem Klimawandel zu stärken und die Lebensgrundlagen im Kakamega County langfristig zu sichern.

Unterstützungssumme:
Fr. 30'000.-

 

 

PROJEKT 5

UGANDA
CHANCEN DURCH BERUFSAUSBILDUNG – SCHULABBRECHERINNEN STÄRKEN
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frauenbund

 

Das Elisabethenwerk des Frauenbundes Schweiz unterstützt seit vielen Jahren Projekte zur Förderung von Frauen und Mädchen im globalen Süden. Im ugandischen Distrikt Kyenjojo setzt sich die Organisation gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation MUKWA dafür ein, jungen Frauen, die die Schule frühzeitig verlassen mussten, neue Bildungs- und Einkommenschancen zu eröffnen. Viele dieser Frauen und Mädchen sind von Armut, begrenztem Zugang zu Ausbildung und sozialer Benachteiligung betroffen, was ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit erheblich erschwert.

Das Projekt richtet sich an 60 junge Frauen zwischen 18 und 35 Jahren, die durch berufliche Ausbildung und begleitende Unterstützung ihre Einkommenssituation verbessern sollen. Die Teilnehmerinnen erwerben praktische Fähigkeiten in Schneiderei, Modedesign und der Herstellung von Taschen. Ergänzend werden grundlegende unternehmerische Kenntnisse vermittelt, die ihnen den Aufbau kleiner wirtschaftlicher Aktivitäten ermöglichen. Die Schulungen finden an zwei regionalen Ausbildungsstandorten statt und kombinieren theoretisches Lernen mit umfangreicher praktischer Übung.

Neben der beruflichen Qualifizierung legt das Projekt besonderen Wert auf wirtschaftliche Stabilität und gegenseitige Unterstützung. Die Frauen werden in Spar- und Kreditgruppen organisiert, in denen sie den Umgang mit Finanzen erlernen, gemeinsam Ersparnisse bilden und Zugang zu kleinen Krediten für geschäftliche Investitionen erhalten. Diese Strukturen fördern eine nachhaltige Entwicklung und stärken gleichzeitig die soziale Einbindung der Teilnehmerinnen.

Die Zusammenarbeit mit lokalen Führungspersonen, Gemeindevertreterinnen und bestehenden Frauengruppen trägt dazu bei, das Projekt in der Region zu verankern und die Wirkung langfristig abzusichern. Die jungen Frauen sollen befähigt werden, eigene Einkommensquellen zu schaffen, ihre Lebensgrundlagen zu verbessern und ihre Rolle in Familie und Gemeinschaft zu stärken. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit, zur sozialen Teilhabe und zum Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt.

Unterstützungssumme:
Fr. 30'000.-

 

 

PROJEKT 6

MAROKKO
VELOS FÜR DEN SCHULWEG – BILDUNGSCHANCEN FÜR MÄDCHEN
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yara

 

Der Verein Yara engagiert sich für die Verbesserung der Bildungschancen von Mädchen in ländlichen Regionen Marokkos. Im Dades-Tal bei Kelaa M'Gouna unterstützt er Jugendliche aus einkommensschwachen Familien dabei, den Zugang zu weiterführender Schulbildung zu sichern. Viele Mädchen absolvieren täglich weite Schulwege, was ihre Lernzeit einschränkt und den regelmässigen Besuch der Schule erschwert.

Das Projekt richtet sich an Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren, die eine gute Schulbildung mit dem Baccalaureat (Matura) abschliessen wollen. Durch die Bereitstellung von Fahrrädern erhalten sie eine verlässliche und zeitsparende Möglichkeit, die oft abgelegenen Schulen zu erreichen. Das Velo reduziert physische Belastungen, verkürzt den täglichen Schulweg und schafft damit mehr Zeit für Hausaufgaben und familiäre Pflichten, denen viele der Mädchen zusätzlich nachkommen müssen.

Neben der praktischen Unterstützung verfolgt das Projekt das Ziel, die Motivation der Schülerinnen zu stärken und sie darin zu bestärken, ihre schulischen Ziele konsequent zu verfolgen. Der einfachere Zugang zur Bildung erleichtert nicht nur den Alltag, sondern erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Mädchen ihre Schullaufbahn erfolgreich abschliessen und langfristig bessere berufliche Perspektiven erhalten.

Mit diesem Ansatz verbindet das Projekt eine unmittelbare praktische Hilfe mit der Förderung von Bildungsgerechtigkeit für Mädchen in einer ländlich geprägten Region, in der strukturelle Hürden den Zugang zur weiterführenden Bildung oft erschweren.

Unterstützungssumme:
Fr. 30'000.-

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